BibleNow #149: 4. Mose 25,1-26,65

Ein Teil Israels bricht den Bund mit Gott

07.09.2026 32 min

Zusammenfassung & Show Notes

Was die Moabiter nicht geschafft haben, schafft Israel selbst: In der Nähe von Moab lassen sich einzelne Männer von moabitischen Frauen dazu hinreißen zu huren. Die Folge: ein Plage kommt über Israel und viele Menschen sterben. Allerdings verhindert Pinhas, ein Nachkomme des Hohepriesters Aaron, dass es noch schlimmer kommt. Wie er das tut und warum Israel in diesem Zuge nochmal gezählt wird, erfahrt ihr in der neuen Folge von BibleNow.

Transkript

Bible Now, die Bibel und du. Herzlich willkommen zu einer brandneuen Folge von Bible Now. Schön, dass ihr wieder mit dabei seid, wenn wir gemeinsam eine halbe Stunde in der Bibel lesen. Und dort sind wir gerade im vierten Buch Mose. Das Volk schafft dort das, was Biliam nicht geschafft hat, selbst. Sie bringen nämlich durch ihr eigenes Handeln Probleme über sich. Sie beten den Gott Baal Peor an, der von den Moabitern verehrt wurde, und treiben Hurerei mit Midianiterinnen. Warum sie das taten und welche Konsequenzen das für das Volk hatte, das hört ihr heute in der neuen Folge von BibleNow. Das Volk befand sich in der Nähe von Moab. Die Moabiter, das war ein Volk, das offenbar kleiner war als die Israeliten und deswegen versuchte ihr König Balak Israel nicht auf militärischem Weg zu besiegen, sondern mithilfe eines Fluches, den Biliam über ihnen aussprechen sollte. Biliam, der mit Gott in der Verbindung stand, konnte das Volk aber nicht verfluchen, sondern er segnete es ganze viermal. Er sprach dabei auch Prophezeiungen über die Zukunft Israel aus und über jemanden, der kommen würde und Gerechtigkeit für das Volk Israel schaffen würde. Israel stand unter Gottes persönlichem Schutz. Es war das Volk, das er erwählt hatte und aus Ägypten befreit hatte. Außerdem hatte Gott ihnen das Land Kana anversprochen. Er garantierte damit, dass ihnen dieses Land eines Tages gehören sollte. Das Volk stand sich dabei allerdings immer wieder selbst im Weg. Mal gab es ihnen zu wenig zu essen, mal nicht das Richtige. Manchmal fehlte es ihnen an Wasser und immer wieder äußerten sie Gedanken, dass Gott und Mose sie doch nur in die Wüste geführt hätten, um sie zu töten. Doch manchmal taten sie auch einfach Dinge, die aus Gottes Sicht nicht mit ihrer Berufung übereinstimmten und an deren Folgen sie oftmals auch starben. Heute erleben wir, dass das Volk Israel zwar nicht den Flüchen Biliams erlag, aber offenbar andere Bedürfnisse sie dazu führten, dass sie Gott den Rücken kehrten. Wir lesen 4. Mose Kapitel 25 und dort die Verse 1 bis 9 und ich lese wie immer nach der Luther 2017 von der Deutschen Bibelgesellschaft. Und Israel lagerte in Schittim. Da fing das Volk an zu huren mit den Töchtern der Moabiter. Die luden das Volk zu den Opfern ihrer Götter. Und das Volk aß und betete ihre Götter an. Und Israel hängte sich an den Baal Peor. Da entbrannte des Herrn Zorn über Israel, und er sprach zu Mose, nimm alle Oberen des Volkes und hänge sie vor dem Herrn auf im Angesicht der Sonne, damit sich der grimmige Zorn des Herrn von Israel wende. Mose aber sprach zu den Richtern Israels, töte ein jeder seine Leute, die sich an den Baal Peor gehängt haben. Und siehe, ein Mann aus Israel kam und brachte unter seine Brüder eine Midianiterin vor den Augen des Mose und der ganzen Gemeinde der Israeliten, die da weinten vor dem Eingang der Stiftshütte. Als das Pinhas sah, der Sohn Eleazars, des Sohnes des Priesters Aaron, stand er auf aus der Gemeinde und nahm einen Spieß an seine Hand und ging dem israelitischen Mann nach in die Kammer und durchstach sie beide, den israelitischen Mann und die Frau, durch ihren Leib. Da hörte die Plage auf unter den Israeliten. Es waren aber durch die Plage getötet worden 24.000. Die Israeliten wurden anscheinend von Frauen verführt. Was genau passierte, sagt die Bibel nicht. Der Begriff Huren lässt aber vermuten, dass sie Geschlechtsverkehr mit den Frauen aus dem Gebiet der Moabiter hatten. Die Frauen wollten die Israeliten dazu führen, dass sie auch ihre Götter mit anbeteten. Sie luden sie also dazu ein, mit ihnen gemeinsam den Baal Peor zu verehren. Der Baal Peor war eine lokale Gottheit im Bereich der Moabiter. Die Urform des Baals war ein Wettergott, der zur richtigen Zeit, so war die Überzeugung der Menschen Sonne und Regen, schickte und damit Saat und Ernte auf den Feldern gut ausfallen ließ. Und ebenso war er zuständig für die Fruchtbarkeit des Bodens. Der Begriff Baal begegnet uns im Alten Testament an vielen Stellen, weil die Israeliten auch immer wieder diesen Gott anbeteten. Die Reaktion Gottes auf das Geschehen scheint ziemlich prompt zu folgen. Es bricht eine Plage unter dem Volk aus und viele Menschen sterben daran. Gleichzeitig befiehlt Gott, dass die Oberen des Volkes vor ihm aufgehängt werden sollen, nämlich im Angesicht der Sonne. Und Mose sagt gleichzeitig, die Richter sollen diejenigen töten, die sich an den Baalpeor gehangen haben, die also ihn angebetet haben. Während das Geschehen schon im Gange war, sah Mose, wie ein Mann, noch eine Midianiterin mit sich in sein Zelt nahm. Er war also auf dem Weg, genau das Gleiche zu tun, was die anderen Israeliten getan hatten, nur mit jemandem aus einem anderen Volk. Pinhas, der Enkel von Aaron, rannte beiden hinterher und durchstach sie mit einem Spieß. Die Person, die hier mit einer Midianiterin im Zelt verschwinden wollte, war eine leitende Person, also eine Person mit einem großen Einfluss. Es handelte sich um Simri. Und hier kommt ein ganz wichtiger Punkt ins Spiel, der ein Grund für diese harte Vorgehensweise von Pinhas war. Als Leiter beeinflusste er das restliche Volk in ihrem Verhalten. Er hatte also eine große Vorbildfunktion und ein moralisches Fehlverhalten von ihm konnte dazu führen, dass das Volk diesem Fehlverhalten folgt, das Ganze also nachmacht. Es wundert deshalb auch nicht, dass die Plage nach der Tötung von Simri aufhörte. Es war damit nämlich sämtlicher Einfluss, der dieses Verhalten begünstigte, nicht mehr vorhanden. Der Schaden war dennoch groß. Die Plage tötete immerhin ganze 24.000 Menschen. Was ganz wichtig zu beachten ist, hier geht es nicht rein darum, dass das Volk Israel fremde Götter anbetete, sondern es geht auch darum, dass die Moralvorstellung der Völker um sie herum, die die Gottheit verehrten, beim Volk Israel damit einzog. Wer Bibelnau schon länger hört, der weiß, die kanainitischen Völker waren nicht gerade für einen guten moralischen Kompass bekannt. Ganz im Gegenteil, in diesem Volk sammelte sich Unmoral in Form von Ausnutzung schwacher Gruppen, willkürlicher Gewalt, gegenseitiger Hass und auch der Verbindung zu Gott entgegengesetzten Mächten. Gott machte deshalb an verschiedenen Stellen im dritten und vierten Buch Mose immer wieder klar, ein solches Verhalten, was diese Völker an den Tag legten, hatte im Volk Israel nichts verloren. Das Volk sollte sich moralisch positiv abheben von den anderen Völkern. Gleichzeitig handelt es sich durch die Anbetung fremder Götter auch um einen Bundesbruch. Das heißt, das Volk Israel hatte den Bund mit Gott verlassen, sich also anderen Göttern zugewandt. Und die Folge war, dass Leid über Israel kam. Was ich wichtig finde, und das sehen wir hier sehr schön, welche Verantwortung eine Leitung in einem Volk und gleichzeitig auch heute in einer Gemeinde hat. Gott befiehlt Mose, als erstes die Leiter zur Verantwortung zu ziehen. Denn das waren diejenigen, die mit ihrem Vorbild am meisten Einfluss auf das Verhalten der anderen hatten. Und so würde ich das heute auch noch sehen. Ein Leiter hat die Möglichkeit, die Gruppe, die er leitet, durch sein eigenes Verhalten positiv oder negativ zu beeinflussen. Das bedeutet natürlich nicht, dass die Gruppe, die er leitet, einfach eine Ansammlung willenloser Menschen ist, die nicht bewerten können, was gut oder schlecht ist, und dennoch ist der Einfluss nicht allzu klein. In der Bibel wird deshalb häufig betont, wer eine Leitungsaufgabe hat, der sollte ein vorbildliches Leben führen, weil das vorbildliche Leben auch einen positiven Einfluss auf die Personen hat, denen der Leiter gewissermaßen vorsteht. Wir schauen uns dazu mal einen Beispieltext an, und zwar aus dem ersten Timotheusbrief, Kapitel 3, und dort die Verse 1 bis 7. Das ist gewisslich wahr. Wenn jemand ein Bischofsamt erstrebt, begehrt er eine hohe Aufgabe. Ein Bischof aber soll untadelig sein, Mann einer einzigen Frau, nüchtern, besonnen, würdig, gastfrei, geschickt im Leeren, kein Säufer, nicht gewalttätig, sondern gütig, nicht streitsüchtig, nicht geldgierig, einer, der seinem eigenen Haus gut vorsteht und gehorsame Kinder hat, in aller Ehrbarkeit. Denn wenn jemand seinem eigenen Haus nicht vorzustehen weiß, wie soll er für die Gemeinde Gottes sorgen? Er soll kein Neugetaufter sein, damit er sich nicht aufblase und dem Urteil des Teufels verfalle. Er muss aber auch einen guten Ruf haben, bei denen die draußen sind, damit er nicht geschmäht werde und sich nicht fange in der Schlinge des Teufels. In dem Text schreibt Paulus an seinen Schützling Timotheus. Timotheus war ein junger Mann und ein Mitarbeiter von Paulus, der selbst immer wieder Gemeinden besuchte, die Paulus gegründet hatte und sicherlich dabei auch selbst so manche Gemeinde gründen durfte. Paulus gibt ihm hier Hinweise mit, nach welchen Kriterien zum Beispiel ein Gemeindeleiter beziehungsweise ein Bischof oder Aufseher ausgewählt werden soll. Und fast alle diese Eigenschaften haben mit dem Vorbild des Leiters zu tun. Er soll Mann einer einzigen Frau sein und dabei gute Charaktereigenschaften aufweisen. Er soll sein Haus gut führen können und gleichzeitig auch noch nach außen hin einen guten Ruf haben. Und er soll kein neu getaufter Christ sein. Beide Aspekte, die guten Charaktereigenschaften und das vorbildhafte Leben sowie der gute Ruf, sind für Leiter einer Gemeinde extrem wichtig. Denn gute Charaktereigenschaften und ein vorbildhaftes Leben sorgen dafür, dass eine Gemeinde gut geprägt werden kann. Sie werden damit nicht nur gut geleitet, sondern bekommen auch vorgelebt, wie ein Christ lebt. Der Glaube kommt damit von der Theorie in die Praxis. Und gleichzeitig stärkt ein solches Verhalten natürlich auch die Beziehung der Gemeinde untereinander, weil der Gemeindeleiter mit diesen Charaktereigenschaften gute Voraussetzungen dafür hat, gute Beziehungen zu der Gemeinde mit ihren einzelnen Gliedern zu führen. Ein guter Ruf, bei denen, die draußen sind, ist auch nicht zu unterschätzen. Eine Gemeinde gibt es schließlich nicht zum Selbstzweck. Im Gegenteil, der Hauptgrund für die Existenz der Gemeinde ist, dass die Menschen durch sie mit Jesus Christus in Verbindung kommen. Ein Leiter mit einem guten Ruf kann Türen für die Gemeinde in die Gesellschaft öffnen. Er kann dafür sorgen, dass die Botschaft der Bibel gehört wird und dass Menschen sie annehmen. Es ist also kein Wunder, dass Paulus im Neuen Testament und Gott im Alten Testament so viel Wert darauf legen, dass ein Leiter ein Vorbild sein soll. Ich habe in den letzten Jahren in einer Gemeinde gearbeitet, bei der die Gemeindeglieder gut in die Gesellschaft integriert waren. Sie waren bekannt und ebenso ich als Pastor habe versucht, nach Möglichkeiten mich in die Gesellschaft zu integrieren, Beziehungen zu knüpfen und präsent zu sein. Und das hat uns als Gemeinde sehr viele Türen geöffnet. Wir durften uns über viele Gäste bei unseren Veranstaltungen freuen, durften uns darüber freuen, dass die Gemeinde in der ganzen Stadt bekannt war und dass wir so die Möglichkeit hatten, auch immer wieder mit Menschen ins Gespräch zu kommen. Das ging sogar so weit, dass wir immer wieder mit dem Bürgermeister und der Stadt zusammenarbeiten konnten. Ich bin dankbar für diese Erfahrung, weil es mir gezeigt hat, wie wichtig es ist, dass wir nicht nur innerhalb der Gemeinde untereinander Vorbilder sind, sondern dass sich diese Vorbildwirkung auch nach außen weiterträgt. Wir gehen weiter im Text. Pienhass wird jetzt geehrt. Er hatte durch seine Tat dafür gesorgt, dass Israel nicht noch weitere Opfer der Plage beklagen muss. Wir lesen 4. Mose Kapitel 25 und dort die Verse 10 bis 18. Und der Herr redete mit Mose und sprach, Pinhas, der Sohn Eleazars, des Sohnes des Priesters Aaron, hat meinen Grimm von den Israeliten gewendet durch seinen Eifer um mich, dass ich nicht in meinem Eifer die Israeliten vertilgte. Darum sage, siehe, ich gebe ihm meinen Bund des Friedens. Dieser soll ihm und seinen Nachkommen der Bund des ewigen Priestertums sein, weil er für seinen Gott geeifert und für die Israeliten Sühne geschafft hat. Der israelitische Mann aber, der erschlagen wurde mit der Midianiterin, hieß Simri, der Sohn Salus, der oberste einer Sippe der Simeoniter. Die midianitische Frau, die auch erschlagen wurde, hieß Kospi, eine Tochter Zurs, des Hauptes eines Geschlechtes unter den Midianitern. Und der Herr redete mit Mose und sprach, tut den Midianitern Schaden und schlagt sie, denn sie haben euch Schaden getan mit ihrer List, die sie gegen euch geübt haben, durch den Peor und durch ihre Schwester Kospi, die Tochter eines Obersten der Midianiter, die erschlagen wurde am Tag der Plage, die um des Peor-Willen kam. Pinhas hatte eine Midianiterin sowie auch Simri durchbohrt und hatte damit dafür gesorgt, dass die Plage aufhörte. Der Text sagt, er hatte damit Sühne geschaffen gegenüber Gott. Das hat sicherlich auch damit zu tun, dass Simri eine ausschlaggebende Person war, wenn es um die Verbreitung dieser Tat ging. Er also einer der Leiter war, der Einfluss hatte und er konnte diesen Einfluss auch negativ nutzen. Simri wird hier zur Rechenschaft gezogen, weil er sich bewusst dafür entschieden hatte, Hurerei zu begehen. Pinhas hingegen wird in besonderer Weise für seine Tat geehrt. Gott spricht ihm zu, dass er einen Bund des Friedens mit ihm schließt. Und dieser Bund des Friedens hatte gleichzeitig auch eine Bedeutung für das Priestertum. Dieser war nämlich die Grundlage dafür, dass dieses Priestertum ewig andauern sollte, dass also Gott für dessen Fortbestand garantierte. Was sich noch im Text findet, ist, dass Gott das Volk Israel anweist, dass sie die Midianiter angreifen sollen. Es wird hier von einer List gesprochen. Und das wirkt auf den ersten Blick seltsam, denn schließlich scheint das Volk Israel selbst schuld zu sein, wenn sie sich mit den Frauen der Midianiter einlassen und dann am Ende sogar noch ihre Götter anbeteten. Wenn wir aber weiter im Text lesen, werden wir in den nächsten Kapiteln noch merken, das Ganze war eine konzertierte Aktion, um Israel doch noch verwundbar zu machen. Ich finde interessant, dass Gott alle Beteiligten zur Rechenschaft zieht. Ja, die Plage trifft die Israeliten und sorgt dafür, so muss man es leider sagen, dass es viele Todesopfer gab. Auf der anderen Seite werden aber auch die Urheber dieser Attacke, also die Midianiter, zu Rechenschaft gezogen. Sie sollen erobert werden und auf diese Weise dafür gerade stehen, dass sie Israel auf Abwege gebracht haben. Das ist in der Bibel kein Seltenesphänomen, dass Gott beim Thema Gerechtigkeit und damit auch bei der Rechtfertigung für die eigenen Taten in alle Richtungen denkt. Das wird uns beispielsweise in den Prophetenbüchern noch öfter begegnen. Dort kündigt Gott ein Gericht über das ganze eigene Volk an wegen der Bosheit, die sie an ihren Mitmenschen taten. Das Gericht bestand daraus, dass andere Völker sie eroberten und sie ins Exil gehen mussten. Jedoch wird am Ende auch die Exilmacht zur Rechenschaft gezogen. Der Grund ist einfach. Sie hatten den Israeliten im Zuge ihrer Verschleppung viel Leid angetan. Gott schafft also ein umfassendes Recht. Er beschränkt sich nicht auf eine Gruppe, sondern Gott sieht das große Ganze und damit auch jeden Aspekt eines Geschehens und dem möglicherweise damit verbundenen Unrecht. Auch wenn das hier für das Volk eine schlimme Auswirkung hatte, so wären vermutlich die Auswirkungen, wenn das Volk Israel nicht zur Rechenschaft gezogen worden wäre, schlimmer ausgefallen. Sie hätten sich nämlich damit den moralischen Grundlagen der Medianiter angenommen und genauso willkürlich gewaltbereit und boshaft gehandelt wie sie. Gott schiebt mit seiner Plage dieser Entwicklung einen Riegel vor. Er sorgt dafür, dass es sich nicht weiter in diese Richtung entwickeln kann. Wir werden in späteren Folgen noch sehen, wer hinter dieser List steckte. Jetzt allerdings wird Israel erstmal neu gezählt, weil neu erfasst werden musste, wie viele wehrfähige Männer noch vorhanden waren und wie das Land später aufgeteilt werden sollte, in das sie zogen. Wir lesen 4. Mose Kapitel 26 und dort die Verse 1 bis 56. Da sprach der Herr zu Mose und Eleazar, dem Sohn des Priesters Aaron. Nehmt die Summe der ganzen Gemeinde der Israeliten auf, von 20 Jahren an und darüber nach ihren Sippen, alles, was mit dem Herr hinausziehen kann in Israel. Und Mose und Eleazar, der Priester, zählten sie in den Steppen Moabs gegenüber Jericho, die 20 Jahre alt waren und darüber, wie der Herr es Mose geboten hatte. Dies waren die Israeliten, die aus Ägypten gezogen waren. Ruben, der erstgeborene Israels. Die Söhne Rubens aber waren Henoch, von dem das Geschlecht der Henochiter kommt, Palu, von dem das Geschlecht der Paluita kommt, Hesron, von dem das Geschlecht der Hetzruniter kommt, Kami, von dem das Geschlecht der Karmiter kommt. Das sind die Geschlechter von Ruben. Ihre Zahl aber war 43.730. Und der Sohn Palus war Eliab. Und die Söhne Eliabs waren Nemuel und Dathan und Abiram. Das sind der Dathan und Abiram, die von der Versammlung berufen worden waren, aber die sich gegen Mose und Aaron auflehnten in der Rotte Korach, als sie sich gegen den Herrn auflehnten. Und die Erde tat ihren Mund auf und verschlang sie mit Korach, während die Rotte starb, indem das Feuer 250 Männer fraß und sie zum Zeichen wurden. Aber die Söhne Korachs sind nicht gestorben. Die Söhne Simeons nach ihren Geschlechtern waren Jemuel, daher kommt das Geschlecht der Jemueliter, Jamim, daher kommt das Geschlecht der Jaminiter, Jachin, daher das Geschlecht der Jachiniter kommt Serach, daher das Geschlecht der Serachiter kommt Shaul, daher das Geschlecht der Shauliter kommt Das sind die Geschlechter von Simeon, 22.200, Die Söhne Gads nach ihren Geschlechtern waren Ziphion, daher das Geschlecht der Ziphioniter kommt Hagi, daher das Geschlecht der Hagiter kommt Shuni, daher das Geschlecht der Shuniter kommt Osni, daher das Geschlecht der Osniter kommt, Eri, daher das Geschlecht der Eritter kommt, Arot, daher das Geschlecht der Aroditer kommt, Areli, daher das Geschlecht der Areliter kommt, das sind die Geschlechter der Söhne Gads, an Zahl 40.500. Die Söhne Judas waren Ger und Onan, die beide im Lande Kanaan starben. Es waren aber die Söhne Judas nach ihren Geschlechtern, Schela, daher das Geschlecht der Schelaniter kommt, Peres, daher das Geschlecht der Periziter kommt, Serach, daher das Geschlecht der Serachiter kommt, aber die Söhne Peres waren Hetzron, daher das Geschlecht der Hetzroniter kommt, Hamul, daher das Geschlecht der Hamuliter kommt. Das sind die Geschlechter Judas, an Zahl 76.500. Die Söhne Isashas nach ihren Geschlechtern waren Tola, daher das Geschlecht der Tolaiter kommt, Puva, daher das Geschlecht der Puvaiter kommt, Yashub, daher das Geschlecht der Yashubiter kommt, Shimron, daher das Geschlecht der Shimroniter kommt, das sind die Geschlechter Isashas an Zahl 64.300. Die Söhne Sebulons nach ihren Geschlechtern waren Sered, daher das Geschlecht der Serediter kommt, Elon, daher das Geschlecht der Eloniter kommt, Yachlel, daher das Geschlecht der Jacheliter kommt, das sind die Geschlechter Sebulons an Zahl 60.500. Die Söhne Josefs nach ihren Geschlechtern waren Manasse und Ephraim. Die Söhne Manasses aber waren Machir, daher kommt das Geschlecht der Machiriter. Machir zeugt die Gilead, daher kommt das Geschlecht der Gileaditer. Dies sind die Söhne Gileads. Iesah, daher kommt das Geschlecht der Ieseriter. Helek, daher kommt das Geschlecht der Helekiter. Azriel, daher kommt das Geschlecht der Azrieliter. Sichem, daher kommt das Geschlecht der Sichemiter. Shemida, daher kommt das Geschlecht der Shemidiaita. Hefer, daher kommt das Geschlecht der Heferiter. Zelophat aber war Hefers Sohn und hatte keine Söhne, sondern Töchter. Die hießen Machla, Noah, Hogla, Milka und Tirza. Das sind die Geschlechter Manasses, an Zahl 52.700. Die Söhne Ephraims nach ihren Geschlechtern waren Schutelach, daher kommt das Geschlecht der Schutelachiter, Becher, daher kommt das Geschlecht der Becheriter, Tahan, daher kommt das Geschlecht der Tahaniter, die Söhne Schutelachs aber waren Eran, daher kommt das Geschlecht der Eraniter, Das sind die Geschlechter der Söhne Ephraims an Zahl 32.500. Das sind die Söhne Josefs nach ihren Geschlechtern. Die Söhne Benjamins nach ihren Geschlechtern waren Bela, daher kommt das Geschlecht der Belaita, Asbel, daher kommt das Geschlecht der Aspeliter, Ahiram, daher kommt das Geschlecht der Ahiramiter, Shufam, daher kommt das Geschlecht der Shufamiter, Hufam, daher kommt das Geschlecht der Hufamiter, Die Söhne Belas aber waren Art und Naaman, daher kommt das Geschlecht der Arditer und Naamaniter. Das sind die Söhne Benjamins nach ihren Geschlechtern, an Zahl 45.600. Die Söhne Dans nach ihren Geschlechtern waren Schuham, daher kommt das Geschlecht der Schuhamiter, das sind die Geschlechter Dans nach ihren Geschlechtern, alle Geschlechter der Schuhamiter waren an Zahl 64.400. Die Söhne Assas nach ihren Geschlechtern waren Yimna, daher kommt das Geschlecht der Yimniter, Yishwi, daher kommt das Geschlecht der Yishpiter, Beria, daher kommt das Geschlecht der Bereiter, aber die Söhne Berias waren Heber, daher kommt das Geschlecht der Heberiter, Malkiel, daher kommt das Geschlecht der Malkieliter und die Tochter Assas hieß Serach. Das sind die Geschlechter der Söhne Assas an Zahl 53.400. Die Söhne Naftalis nach ihren Geschlechtern waren Jachzeel, daher kommt das Geschlecht der Jachzeleiter, Guni, daher kommt das Geschlecht der Guniter, Jezer, daher kommt das Geschlecht der Jezeriter, Schilim, daher kommt das Geschlecht der Schilemiter. Das sind die Geschlechter von Naftali nach ihren Sippen, an Zahl 45.400. Das ist die Summe der Israeliten, 601.730. Und der Herr redete mit Mose und sprach, Diesen sollst du das Land austeilen zum Erbe nach der Zahl der Namen. Dem Geschlecht, das groß ist an Zahl, sollst du viel zum Erbe geben, und dem Geschlecht, das gering ist an Zahl, wenig. Einem jeden soll man geben nach seiner Zahl. Doch soll man das Land durchs Los austeilen? Nach den Namen der Stämme ihrer Väter sollen sie ihr Erbteil erhalten. Nach dem Los soll ihr Erbe ausgeteilt werden zwischen den vielen und wenigen. Es ging bei dieser Zählung um zwei wichtige Aspekte. Zum einen sollte neu die militärische Stärke Israels herausgestellt werden und entsprechend wurde nach Stämmen und Geschlechtern, also Familien, eine Aufstellung gemacht. Es kam eine Zahl von 601.730 wehrfähigen Männern heraus. Zum zweiten handelte es sich um die Stämme, die am Ende auch wirklich landerben sollten. Bose bekommt hier den Auftrag, am Ende das Land unter den verschiedenen Stämmen und Geschlechtern zu verlosen, beziehungsweise zu verteilen und dabei auch die Größe der einzelnen Geschlechter zu berücksichtigen. Vielleicht erinnert ihr euch noch, in den letzten Folgen hatten wir bereits gelesen, dass einige der Stämme schon ihr neues Gebiet bezogen hatten, sich entsprechend auch sesshaft gemacht haben. Sie waren jedoch deshalb nicht ausgenommen davon, am Ende trotzdem das restliche Volk dabei zu unterstützen, das von Gott versprochene Land einzunehmen. Im Rahmen der Zählung wird noch der Aufstand der Rotte Korachs erwähnt. Dieser Aufstand führte dazu, dass sie alle ums Leben kamen, die daran beteiligt waren. Die Geschichte wird hier genutzt, um das Volk Israel darauf aufmerksam zu machen, dass die gelingende Eroberung Kanaans eng mit dem Vertrauen auf Gott und damit auch seinen Diener Mose verbunden war bzw. seinem Nachfolger. Eine Ausnahme bildeten hier die Leviten. Sie waren ein Volk, das weder an der Eroberung beteiligt war, noch am Ende ein Erbteil bekam. Sie waren ein Stamm, das seinen Dienst ganz für Gott tat und damit der Stiftshütte verbunden war. Und trotzdem wurden sie gezählt. Wir lesen 4. Mose Kapitel 26 und dort die Verse 57 bis 65. Da heißt es, und dies ist die Summe der Leviten nach ihren Geschlechtern. Gershon, daher das Geschlecht der Gershoniter, Kehat, daher das Geschlecht der Kehatiter, Merari, daher das Geschlecht der Merariter, dies sind die Geschlechter Levis, das Geschlecht der Liebniter, das Geschlecht der Hebroniter, das Geschlecht der Machliter, das Geschlecht der Muschiter, das Geschlecht der Korachiter. Kehat aber zeugte Amram. Und Amrams Frau hieß Jochebed, eine Tochter Levis, die ihm geboren wurde in Ägypten. Und sie gebar dem Amram Aaron und Mose und ihre Schwester Mirjam. Dem Aaron aber wurden geboren Nadab, Abihu, Eleazar und Itamar. Nadab aber und Abihu starben, als sie fremdes Feuer darbrachten vor dem Herrn. Und ihre Summe war 23.000, alles, was männlich war, von einem Monat an und darüber. Sie wurden nämlich nicht gezählt zusammen mit den Israeliten, denn man gab ihnen kein Erbe unter den Israeliten. Das ist die Summe der Israeliten, die Mose und Eliezer, der Priester, zählten in den Steppen Moabs gegenüber Jericho. Unter diesen aber war keiner mehr von den Israeliten, die Mose und Aaron, der Priester, gezählt hatten in der Wüste Sinai. Denn der Herr hatte ihnen gesagt, sie sollten des Todes sterben in der Wüste. Und so blieb keiner von ihnen übrig als Kaleb, der Sohn Jephonis und Joshua, der Sohn Nuns. Es werden hier noch einmal die Leviten gezählt. Und wir sehen, auch in diesem Stamm gab es eine große Zahl von verschiedenen Familien. Sie bekamen allerdings im gelobten Land Kanaan keinen eigenen Platz, sondern sie hatten im Volk eine Sonderstellung. Auffällig an diesem Geschlecht ist, die Geschichte der Leviten wird umfangreicher in der Aufzählung mit betrachtet, als das bei den anderen Stämmen der Fall war. Es wird beispielsweise erwähnt, dass Mose, Aaron und auch Mirjam aus diesem Stamm kommen. Außerdem wird erzählt, wie Nadab und Abihu sterben mussten, weil sie fremdes Feuer auf dem Altar von Gott darbrachten. Außerdem wird nochmal auf die zwölf Kundschafter Bezug genommen. Keiner von ihnen konnte mehr ins Land mitkommen, sondern Gott ließ das ganze Volk noch 40 Jahre durch die Wüste wandern. Das Volk hatte sich verändert. Eine neue Generation war herangewachsen und diese neue Generation war dazu aufgerufen, das für möglich zu halten, was die ältere Generation nicht für möglich hielt. Sie benötigten dazu Vertrauen auf Gott, das Vertrauen darauf, dass er in der Lage war, das Volk auch gegenüber scheinbar übermächtigen Gegnern bestehen zu lassen und sicher ins Land zu führen. Mir zeigt das etwas über das Thema Glaube. Ein Aspekt von Glauben ist, dass er das Vertrauen ist, dass Gott auch das Unmögliche möglich machen kann. Dass für ihn nichts zu groß ist, dass er es möglich machen kann, was für uns undenkbar scheint. Ich persönlich möchte auf diese Möglichkeiten Gottes vertrauen. Du auch? Wir hatten in den letzten Folgen behandelt, dass Mose nicht mit ins gelobte Land ziehen durfte. Das nächste Mal werden wir sehen, wie Gott Joshua zu Moses Nachfolger macht. Außerdem wird es wieder um einige Erbvorschriften gehen, wie beispielsweise das Erbrecht für Töchter ausfallen wird. Wie das geregelt wird, das erfahrt ihr in der nächsten Folge von BibleNow. Bis zum nächsten Mal würde ich mich freuen, wenn ihr wieder mit dabei seid. Und wenn ihr möchtet, dann abonniert doch diesen Podcast in eurer Lieblings-Podcast-App. Ihr findet ihn zum Beispiel bei Spotify oder auch bei Apple Podcasts. Und auch auf diesen Plattformen könnt ihr, wenn ihr möchtet, eine Bewertung hinterlassen. 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