BibleNow #148: 4. Mose 23,13-24,25

Fluch bestellt, Segen bekommen

31.08.2026 30 min

Zusammenfassung & Show Notes

Nachdem Balak von Bileam bereits einmal einen Segen statt einem Fluch für Israel erhalten hatte, spricht er noch drei weitere Segnungen aus. Diese sind gleichzeitig eine Warnung an Balak, der sich mit dem Versuch, das Volk zu verfluchen, Gottes Plänen in den Weg stellt. Wie Balak auf die weiteren Segnungen reagiert und was die letzte Segnung mit Jesus Christus zu tun hat, das erfahrt ihr in der neuen Folge von BibleNow.

Transkript

Bible Now, die Bibel und du. Herzlich willkommen zu einer brandneuen Folge von Bible Now. Schön, dass ihr wieder mit dabei seid, wenn wir gemeinsam eine halbe Stunde in der Bibel lesen. Wir sind gerade im vierten Buch Mose und dort ist uns ja Biliam begegnet, der von Balak den Auftrag bekam, das Volk Israel zu verfluchen. Aber statt zu verfluchen, segnet er und das tut er auch weiterhin. Wir werden uns heute wieder mit Biliam beschäftigen, der das Volk Israel noch drei weitere Male segnet und dabei auch einen Ausblick darauf gibt, wie es mit den Völkern in Kanaan weitergeht. Wir schauen uns heute diese weiteren Segnungen an und auch, wie Balak mit Biliam die Geduld verliert. Das alles und noch viel mehr hört ihr heute in der brandneuen Folge von Beibeln.hau. Wer von euch regelmäßig in den Gottesdienst geht, der kennt Segnungen. Meistens wird ein Segen am Ende des Gottesdienstes gesprochen oder zu einem besonderen Anlass, zum Beispiel zu einer Taufe. Segen bedeutet, dass eine Person eine Zusage Gottes einer anderen Person weitergibt, beziehungsweise etwas Gutes weitergibt. Wir sehen in der Bibel jedoch auch, dass ein Segen durchaus auch prophetisch sein kann und sich darin auch ein Stück Zukunft wiederfindet. Das haben wir zum Beispiel im ersten Buch Mose gesehen, als Jakob gegenüber den Söhnen von Josef und gegenüber seinen eigenen Söhnen Segensworte spricht. Es wird ihnen hier die direkte Zukunft vorausgesagt, wie sie und die Stämme, die aus ihnen entstanden sind, sich weiterentwickeln werden. Wir haben das letzte Mal darüber gesprochen, dass Balak Biliam zu sich geholt hatte, mit der Bitte, das Volk Israel zu verfluchen. Biliam hatte jedoch von Gott eine klare Anweisung. Du darfst nur das sagen, was ich dir sagen werde. Balak und Biliam hatten sich, nachdem Biliam bei Balak angekommen war, auf den Weg gemacht, um das Volk Israel zu verfluchen. Und Biliam suchte aber vor dem ersten eigentlichen Fluchspruch die Nähe Gottes. Und er konnte deshalb das Volk Israel nicht verfluchen, sondern er segnete es. In der heutigen Folge geht es weiter mit den Versuchen Balaks, das Volk Israel von Biliam verfluchen zu lassen und damit zu verhindern, dass Israel den Sieg über die Moabiter erringen würde. Balak will es jetzt mit einem anderen Ort versuchen, damit Biliam das Volk verfluchen kann. Wir lesen 4. Mose Kapitel 23 und dort die Verse 13 bis 26 und ich lese wie immer nach der Luther 2017 von der Deutschen Bibelgesellschaft. Balak sprach zu ihm, komm doch mit mir an einen anderen Ort, von wo aus du gerade sein äußerstes Ende siehst, aber nicht ganz Israel und verfluche es mir von dort. Und er führte ihn zum Speerfeld auf dem Gipfel des Pisgah und baute sieben Altäre und opferte auf jedem Altar einen jungen Stier und einen jungen Widder. Und Biliam sprach zu Balak, tritt zu deinem Brandopfer, ich aber will dort dem Herrn begegnen. Und der Herr begegnete Biliam und gab ihm ein Wort in seinen Mund und sprach, Geh zurück zu Balak und sprich so. Und als er zu ihm kam, siehe, da stand er bei seinem Brandopfer samt den Fürsten der Moabiter. Und Balak sprach zu ihm, Was hat der Herr gesagt? Und er hob an mit seinem Spruch und sprach, Steh auf, Balak, und höre. Nimm zu Ohren, was ich sage, du Sohn Zippors. Gott ist nicht ein Mensch, das er lüge, noch ein Menschenkind, das ihn etwas gereue. Sollte er etwas sagen und nicht tun? Sollte er etwas reden und nicht halten? Siehe, zu segnen ist mir befohlen. Er hat gesegnet und ich kann es nicht wenden. Man sieht kein Unheil in Jakob und keine Mühsal in Israel. Der Herr, sein Gott, ist bei ihm und es jauchzt dem König zu. Gott, der sie aus Ägypten geführt hat, ist für sie wie das Horn des Wildtiers. Daher hilft kein Zaubern gegen Jakob und kein Wahrsagen gegen Israel. Zu rechter Zeit wird Jakob und Israel gesagt, was Gott gewirkt hat. Siehe, das Volk wird aufstehen wie ein junger Löwe und wird sich erheben wie ein Löwe. Es wird sich nicht legen, bis es den Raub verzehrt und das Blut der Erschlagenen trinkt. Da sprach Balak zu Biliam, wenn du es schon nicht verfluchst, so segne es nicht noch. Biliam antwortete und sprach zu Balak, »Habe ich dir nicht gesagt, alles, was der Herr redet, das würde ich tun?«. Balak probiert es mit einem anderen Ort. Vielleicht dachte er, möglicherweise war er nur so überwältigt vom Anblick des Volkes Israel, dass er sich zu einem Segen hinreißen ließ. Wenn er aber nicht das ganze Volk sehen würde, wird er vielleicht eher einen Fluch über die eigenen Lippen bringen. Eventuell hatte er aber auch den Gedanken, dass Gott sich an anderer Stelle dazu bewegen lassen würde, dass er durch Biliam einen Fluch über das Volk bringen würde. Der Ablauf ist in jedem Fall sehr ähnlich wie beim ersten Fluch. Sie wechseln zwar den Ort, aber direkt am Anfang werden wieder sieben Altäre gebaut und Stiere und Widder darauf dargebracht. Und dann begibt sich Biliam wieder in die Nähe Gottes und Gott spricht zu ihm. Anschließend kehrt Biliam zurück und spricht wie beim ersten Mal einen Segen aus und wie beim ersten Mal zeigt auch dieses Mal Balak sein Unverständnis. Was sich aber unterscheidet, dieses Mal spricht Biliam nicht einen allgemeinen Segen über Israel aus. Der Segen ist dieses Mal, das kann ich denke ich so deutlich sagen, eine Warnung an Balak. Es ist eine direkte Botschaft, die Gott dem König der Moabiter zukommen lässt. Gott macht ihm klar, selbst wenn du jetzt den Ort gewechselt hast, an dem du mit Biliam das Volk verfluchen willst, was Gott selbst gesagt hat, bleibt und gilt. Er wird tun, was er gesagt hat. Das hat Balak sicherlich nicht gern gehört. Es entspricht aber dem, was wir in der Bibel immer wieder finden. Gott betont, was er gesagt hat, das wird er tun. Er wird sich nicht umstimmen lassen, von Opfern nicht, von veränderten Orten nicht und auch nicht davon, dass seine Diener besondere Schmeichelungen vor ihm bringen. Gott sagt anschließend noch über Biliam an Balak, es wird nichts Schlechtes über Israel kommen, weil Gott selbst für Israel kämpft und an ihrer Spitze steht. Er wird also mit seinem Anliegen zum Ziel kommen und den Auftrag, den das Volk hat, vollständig erfüllen können, weil Gott selbst das Volk begleitet. Und auch hier findet sich wieder ein direkter Anknüpfungspunkt an das, was Balak gegenüber Biliam verlangte. Im Text betont Gott, dass auch Zauberei, also etwa ein Fluch, das Volk nicht aufhalten können wird. Es wird dabei eine Metapher verwendet von einem jungen Löwen. Dieser betont Israels Kraft, die sie dank ihres Gottes haben, der sie begleitet. Für Balak war das sicherlich eine schlimme Nachricht. Er sollte hier aber eigentlich etwas ganz Wichtiges erkennen. Sein Widerstand war nicht nur ein Widerstand gegen das Volk Israel, sondern es war auch ein Widerstand gegen Gott selbst. Und diesen Gott konnte er nicht aufhalten. Was Balak hier durch Gott mitteilt, das gilt auch heute. Wenn Gott etwas sagt, dann wird er es tun. Menschlicher Verstand wird diesem Vorhaben nicht im Weg stehen. Das ist für manche Menschen sicherlich eine schlechte Nachricht, die sich gegen Gott wehren oder die zum Beispiel auch aktiv Böses tun, denn für sie heißt das, Gott wird eines Tages sie für alles Schlechte, das sie tun, zur Verantwortung ziehen. Das schlechte Tun wird also nicht ewig weitergehen können. Für Menschen, die viel Ungerechtigkeit erlebt haben oder auch für Menschen, die unter Ungerechtigkeit und Unberechenbarkeit dieser Welt leiden, ist das aber eine gute Nachricht, denn Gott verspricht, dass er eines Tages ein Ende mit allem Bösen und Schlechten in dieser Welt machen wird. Das hat das Volk Israel im Alten Testament selbst erlebt. Und genau darauf spielt Gott hier an. Sie hatten erlebt, wie er sie aus der Gefangenschaft in Ägypten befreit hatte. Sie hatten erlebt, wie er dafür gesorgt hatte, dass der Pharao nicht mehr ewig weiter sein böses Tun treiben konnte, sondern dass Gott mit ihm und seiner Herrschaft ein Ende machte. Balak bekommt hier gesagt, das, was sich Gott vorgenommen hat, das wird er auch tun. Er ist dafür weder wankemütig genug noch zu schwach. Er kann an diesem Tun also nicht gehindert werden. Das gilt im Übrigen auch in Bezug auf andere Aspekte des Glaubens. Ich lese aus Römer 8, Verse 31 bis 32. Dort heißt es folgendermaßen, was wollen wir nun hierzu sagen? Ist Gott für uns, wer kann wieder uns sein? Der auch seinen eigenen Sohn nicht verschont hat, sondern hat ihn für uns alle dahingegeben. Wie sollte er uns mit ihm nicht alles schenken? Paulus stellt sich hier die Frage, wenn Gott auf unserer Seite steht, wer kann dann gegen uns sein? Er untermauert dabei, dass Gott auf der Seite der Christen ist. Und zwar damit, dass er sogar bereit war, seinen eigenen Sohn herzugeben, ihm am Kreuz sterben zu lassen. Durch ihn bekommen Menschen, die es annehmen, alles geschenkt. Die Befreiung von der eigenen Schuld, ewiges Leben und damit verbunden auch ein besseres Leben. Der Beziehung zu Gott sowie auch dem Plan Gottes kann sich, so sagt es Paulus im Zusammenhang, niemand in den Weg stellen, weder Natürliches noch Übernatürliches. Ich bin manchmal in Gottesdiensten, in denen es eine sogenannte lebendige Gemeinde gibt. Und das meint, dass Menschen etwas erzählen können, wo sie besonders etwas mit Gott erlebt haben oder auch wo sie ein Gebetsanliegen teilen können. Manchmal haben dann aber auch Menschen erzählt, wie stark sie den Teufel in der vergangenen Woche erlebt haben und was der Teufel wieder alles Böses getan hat. Teilweise habe ich in Gemeinden auch an keiner Stelle etwas über Gottes Stärke und Größe gehört, sondern hauptsächlich darüber, wie stark der Teufel in der letzten Woche gewirkt hat. Ich will auch Versuchungen oder das, was damit verbunden ist, gar nicht kleinreden. Ich glaube aber, in manchen Fällen messen wir dem Teufel eine zu große Bedeutung zu und vergessen dabei, was Gott uns in Christus alles geschenkt und versprochen hat. Vielleicht vergessen wir das an manchen Stellen sogar, auch wie stark zum Beispiel Gott ist. Paulus macht klar, wenn wir Gott auf unserer Seite haben, dann kann uns nichts im Weg stehen. dann kann auch der Teufel wüten, wie er möchte, Christus ist stärker und größer. Der Teufel kann uns vielleicht ärgern, aber sich nicht zwischen uns und Christus schieben. Das sehen wir an der Geschichte mit Biliam auch sehr schön. So sehr Biliam auch versucht, mit Balak Gott umzustimmen und sich darauf einlässt, mit ihm immer wieder an einen anderen Ort zu gehen und zu schauen, ob er dort einen Fluch aussprechen kann, es gelingt ihm nicht. Und wenn wir das Gefühl haben, dass uns der Teufel ärgern, verunsichern oder auch in die Enge treiben will, dann sollten wir direkt zu Jesus gehen. Er ist da, auch in den schwersten Situationen unseres Lebens. Wir gehen weiter im Bibeltext, denn Balak versucht noch an einem dritten Ort, Biliam dazu zu bewegen, dass das Volk Israel verflucht wird. Wir lesen 4. Mose Kapitel 23 Vers 27 bis zum Kapitel 24 Vers 9. Balak sprach zu ihm, komm doch, ich will dich an einen anderen Ort führen. Vielleicht gefällt es Gott, dass du sie mir dort verfluchst. Und Balak führte ihn auf den Gipfel des Berges Peor, der hinunterblickt auf die Wüste. Und Biliam sprach zu Balak, baue mir hier sieben Altäre und schaffe mir her sieben junge Stiere und sieben Widder. Balak tat, wie Biliam sagte, und opferte auf jedem Altar einen jungen Stier und einen Widder. Als nun Biliam sah, dass es dem Herrn gefiel, Israel zu segnen, ging er nicht wie bisher auf Zeichen aus, sondern richtete sein Angesicht zur Wüste und hob seine Augen auf und sah Israel, wie sie lagerten nach ihren Stämmen. Und der Geist Gottes kam auf ihn und erhob an mit seinem Spruch und sprach, Es sagt Biliam, der Sohn Beos, es sagt der Mann, dem die Augen geöffnet sind. Es sagt der Hörer göttlicher Rede, der des Allmächtigen Offenbarung sieht, dem die Augen geöffnet werden, wenn er niederkniet. Wie fein sind deine Zelte, Jakob, und deine Wohnungen, Israel! Wie die Täler, die sich ausbreiten, wie die Gärten an den Wässern, wie die Aloe-Bäume, die der Herr pflanzt, wie die Zedern an den Wassern. Sein Eimer fließt von Wasser über, und seine Saat hat Wasser die Fülle. Sein König wird höher werden als Agag, und sein Reich wird erhoben werden. Gott, der sie aus Ägypten geführt hat, ist für sie wie das Horn des Widders. Er wird die Völker, seine Verfolger, auffressen und ihre Gebeine zermalmen und mit seinen Pfeilen zerschmettern. Er hat sich hingestreckt, sich niedergelegt wie ein Löwe und wie ein junger Löwe. Wer will ihn aufstören? Gesegnet sei, wer dich segnet, und verflucht, wer dich verflucht. Noch ein drittes Mal will Balak es versuchen, mit einem Fluch von Biliam das Volk Israel davon abzuhalten, seinen Siegeszug fortzusetzen. Wieder wird der Ort gewechselt. Dieses Mal soll Biliam auf die Wüste hinunterblicken. Auch werden wieder sieben Altäre gebaut und darauf je sieben junge Stiere und sieben Widder dargebracht. Es gibt jedoch einen starken und großen Unterschied zu den vorherigen Malen. Biliam lässt Balak zwar das Opferritual durchführen, er weiß aber schon, Gott möchte sein Volk segnen. Der Text macht deutlich, bisher suchte Biliam immer nach einem Zeichen Gottes, in welche Richtung es gehen würde, ob er einen Segen oder einen Fluch aussprechen sollte. Jetzt aber beim dritten Mal braucht er da nicht mehr zu fragen. Er weiß schon, Gott möchte das Volk segnen. Und entsprechend verzichtet er auf ein Fragen- oder eine Zwiesprache mit Gott, sondern er lässt sich stattdessen von Gott gebrauchen. Und Gott? Der macht davon Gebrauch. Er erfüllt ihn mit dem Heiligen Geist, als Biliam auf das Volk schaut und lässt ihn einen weiteren Segen aussprechen. Interessant ist, wie Biliams Rede beginnt. Er ist jetzt der, dem die Augen geöffnet sind. Wir erinnern uns, das Motiv der geöffneten Augen haben wir schon öfter im Text erlebt. Das begann mit dem Erlebnis mit der Eselin. Dort wurden Biliam auch die Augen dafür geöffnet, dass er auf dem falschen Weg war, dass er sich dahin begab, genau das Gegenteil von dem zu tun, was Gott von ihm wollte. Er wollte das Volk verfluchen, wo Gott doch über dem Volk Segen ausgießen wollte. Hier sind Biliams Augen wieder geöffnet. Er sieht, wie Gott an der Seite des Volkes Israel steht und wie er es segnen möchte und dementsprechend auch Biliam dazu aufgefordert ist, zu segnen und nicht zu fluchen. Das Motiv der geöffneten Augen ist auch, wie schon in der Episode der Eselin, hier wieder damit verbunden, dass sich Biliam niederkniet. Er gibt damit seinen Widerstand gegen Gott auf. Damit ist er ein ganzes Stück weiter als Balak, denn Balak hofft, dass der Ortswechsel Gott noch umstimmen kann. Biliam weiß, Gott lässt sich nicht umstimmen. Er ist mit dem Volk und deshalb wird sich der Siegeszug des Volkes auch weiter fortsetzen. Im Segen lobt er das Volk Israel. Er beschreibt dessen Schönheit. Wie eine Pflanze setzt Gott dieses Volk im Land ein, lässt es fruchtbar werden, gibt ihm alles, was sie zum Leben brauchen und es wird ein großes und mächtiges Reich daraus werden. Im Text beschreibt Gott durch Biliam auch nochmal, dass die Feinde keine Chance haben werden, sich Israel zu widersetzen. Teile der Formulierungen klingen sehr ähnlich wie das, was Biliam bereits im zweiten Segensspruch geäußert hat. Es wird wieder ein junger Löwe erwähnt und dass, wer den jungen Löwen stört, massive Probleme bekommen könnte. Das ist hier wieder eine klare Warnung an Balak, der das Volk durch seine Flüche aufhalten möchte. Auch wird wieder Bezug genommen auf den Auszug aus Ägypten und das zukünftige mächtige Königtum Israels beschrieben. Der Text zeigt, dass Gott bei den Israeliten bleibt. Er lässt sich nicht umstimmen durch Opfer oder auch durch die Wünsche von Menschen. Und das zeigt mir etwas ganz Entscheidendes über ihn. Nichts kann Gott an der Einstellung zu seinem Volk und auch zum einzelnen Menschen hindern und diese Einstellung ändern. Die Einstellung bleibt immer geprägt von der Liebe und er schützt sein Volk auch. Ich habe euch vorhin schon mal erzählt, dass ich es manchmal in Gemeinden erlebe, dass Menschen im Erfahrungsteil eher davon erzählen, wie schlimm sie der Teufel in der vergangenen Woche geplagt hat, als dass sie von Gott erzählen. Ich glaube persönlich, solche Erfahrungen, besonders dann, wenn sie häufig erzählt werden, lassen den Teufel übermächtig erscheinen und uns vielleicht sogar an manchen Stellen daran zweifeln, ob Gott wirklich so treu und so mächtig ist. In Römer 8, Verse 38 bis 39, da heißt es folgendermaßen. Denn ich bin gewiss, dass weder Tod noch Leben, weder Engel noch Mächte noch Gewalten, weder Gegenwärtiges noch Zukünftiges, weder Hohes noch Tiefes noch irgendeine andere Kreatur uns scheiden kann von der Liebe Gottes, die in Christus Jesus ist, unserem Herrn. Der Text wird vielen Menschen zur Taufe mitgegeben, wenn sie sich als Erwachsene taufen lassen. Und ich finde den Text sehr wichtig, denn er macht eine Sache klar. Egal wie groß die Hindernisse scheinen, egal wie übermächtig auch die Widerstände im Glauben zu sein scheinen, egal welche Ängste mich in der Gegenwart und der Zukunft plagen, nichts kann uns trennen von der Liebe Gottes. Gott bleibt Gottes treu und er geht mit. Das ist natürlich keine Garantie dafür, dass es niemals Hindernisse geben wird. Es bedeutet aber, selbst wenn ich Hindernisse erlebe und selbst wenn Mächte und Gewalten, also zum Beispiel auch der Teufel, sich versuchen, zwischen mich und Jesus zu stellen, so darf ich wissen, nichts kann mich von der Liebe Gottes trennen. Sie bleibt bestehen. Das war auch die Erfahrung, die das Volk Israel damals, wahrscheinlich ohne dass sie es wussten, gemacht hatte. Biliam sollte sie verfluchen, aber Gott wandelte die Absicht des Fluches in Segen. Er sorgte dafür, dass Biliam auch schließlich erkannte, das, was Gott gesegnet hat, das kann ich nicht verfluchen. Die Einsicht reichte bei Balak seinem Auftraggeber nicht so weit. Im Gegenteil, wie Biliam wütend auf die Eselin war, weil sie eben nicht geradeaus die Richtung ging, die sich Biliam vorgestellt hatte, so war auch Balak zornig, weil Biliam nicht in der Richtung arbeitete, wie Balak sich das vorgestellt hat. Wir lesen 4. Mose Kapitel 24 und dort die Verse 10 bis 25. Da entbrannte Balags Zorn gegen Biliam, und er schlug die Hände zusammen und sprach zu ihm, ich habe dich gerufen, dass du meine Feinde verfluchen solltest, und siehe, du hast sie nun dreimal gesegnet. Geh nun weg in dein Land. Ich dachte, ich wollte dich ehren, aber der Herr hat dir die Ehre verwehrt. Biliam antwortete ihm, habe ich nicht schon zu deinen Boten gesagt, die du zu mir sandest? Wenn mir Balak sein Haus voll Silber und Gold gäbe, so könnte ich doch nicht übertreten das Wort des Herrn und Böses oder Gutes tun nach meinem Herzen, sondern was der Herr redet, das würde ich auch reden. Und nun siehe, ich ziehe zu meinem Volk. So komm, ich will dir kundtun, was dies Volk deinem Volk tun wird zur letzten Zeit. Und er hob an mit seinem Spruch und sprach, es sagt Biliam, der Sohn Beos, es sagt der Mann, dem die Augen geöffnet sind, es sagt der Hörer der göttlichen Rede und der die Erkenntnis des Höchsten hat, der die Offenbarung des Allmächtigen sieht und dem die Augen geöffnet sind, wenn er niederkniet. Ich sehe ihn, aber nicht jetzt. Ich schaue ihn, aber nicht von Nahem. Es wird ein Stern aus Jakob aufgehen und ein Zepter aus Israel aufkommen und wird zerschmettern die Schläften der Moabiter und den Scheitel aller Söhne seht's. Edom wird er einnehmen, und Seir, sein Feind wird unterworfen sein. Israel aber wird Sieg haben. Aus Jakob wird der Herrscher kommen und umbringen, was übrig ist von den Städten. Und als er die Amalekiter sah, hob er an mit seinem Spruch und sprach, Amalek ist das Erste unter den Völkern, aber zuletzt wird es umkommen. Und als er die Kenita sah, hob er an mit seinem Spruch und sprach, Fest ist deine Wohnung, und du hast dein Nest in einen Fels gebaut. Dennoch wird kein ausgetilgt werden. Wie lange noch? Dann führt Assur dich gefangen hinweg. Und er hob abermals an mit seinem Spruch und sprach, Ach, wer wird am Leben bleiben, wenn Gott das tun wird? Und Schiffe aus Kittim werden Assur und Eber überwältigen. Jenes aber wird auch umkommen. Und Biliam machte sich auf und zog hin und kehrte zurück an seinen Ort, und Balak zog seinen Weg. Balak ist sauer, und aus menschlicher Sicht ist das auch verständlich. Er hatte mit Biliams Fluch eine Dienstleistung für sich bestellt, um sich die Israeliten vom Hals zu halten. Und gleichzeitig war damit natürlich auch Angst verbunden, denn das Volk Israel stand vor ihrer Tür und schien so übermächtig zu sein, dass er es nicht schlagen konnte. Biliam war ihm kein guter Helfer. Dreimal hatte er das Volk Israel bereits gesegnet und es schien aussichtslos zu sein. Er würde nichts anderes tun, als Segen über diesen Volk auszusprechen. Und deswegen schickt Balak Biliam zornig nach Hause. Er soll wieder in sein Land gehen. Er würde auch nichts von der Ehre erhalten, die ihm Balak zugestehen wollte. Interessant ist jetzt die Antwort Biliams. Er sagt nämlich, ich kann nicht Gottes Wort übertreten und einfach so Böses oder Gutes tun, wie es mir gefällt, egal wie viel Reichtum mir Balak anbietet. Und das, so sagt er, habe ich doch deinen Dienern schon gesagt. Er sieht in Gott also die höhere Autorität, der er folgen muss. Und er lässt sich dabei auch nicht bestechen. Bei Biliam hat es gedauert, ehe er diese Erkenntnis wirklich komplett verinnerlicht hatte. Immer wieder hat er nach Wegen gesucht, um Gottes Wege zu umgehen oder um Gott umzustimmen, weil er die Ehre und den Ruhm durchaus gern gehabt hätte. Doch spätestens mit dem dritten Segensspruch hatte er sich entschieden. Er stellt sich auf die Seite Gottes. Er lässt sich nicht vom König Moabs gebrauchen, weil er wusste, dass Gott andere Pläne hatte. Er lässt Balak auch nicht ohne abschließende Worte zurück. Er verkündet noch eine abschließende Prophezeiung, die auch über den Zeithorizont Balaks hinaus zu reichen scheint. Biliam spricht von einer sogenannten letzten Zeit. Und die Frage ist, war damit gemeint, dass das Volk der Moabiter gerade seine letzte Zeit erlebte? Oder war das eine Prophezeiung, die mit einem anderen Ende zu tun hat? Die Sprache im Text lässt vermuten, dass es hier eher um ein fernes Ereignis geht, also ein Ereignis, was noch in weiter Zukunft liegt. Wir lesen hier von einem Stern, der aus Jakob aufgehen wird und ein Zepter, das aus Israel kommen wird. Und das erinnert ein bisschen an die Geschehen rund um die Geburt von Jesus Christus. Dort sind es Sterndeuter bzw. Magier, die durch einen Stern hin zu Jesus als dem neuen König finden. In Offenbarung 22, Vers 16 wird auch der Begriff des Sterns aufgegriffen. Da heißt es, ich, Jesus, habe meinen Engel gesandt, euch dies zu bezeugen für die Gemeinden. Ich bin die Wurzel und das Geschlecht Davids, der helle Morgenstern. Der Text zeigt deutlich, Jesus bezeichnet sich hier als Morgenstern, als jemand, der als König aufgehen wird. Und das hat eng und sehr viel mit unserem Text zu tun, den wir hier über Biliam lesen. Biliam kündigt hier an, dass es einmal einen großen König geben wird. Ein König, so macht es der Offenbarungstext deutlich, der ein Nachkomme Davids ist. Und dieser König ist Jesus selbst. Offenbarung 22 ist das letzte Kapitel der Bibel. Vorher wird beschrieben, wie das Volk Gottes immer wieder verfolgt wird, aber Gott mit seinem Eingreifen am Ende schließlich die Oberhand behalten wird. Und die Feinde Gottes mit all ihrem Leid, das sie verursacht haben, ein Ende finden werden. Ähnliches deutet auch der Bibeltext hier an. Mehrere der Feinde Israels werden hier genannt, die durch diesen neuen König beseitigt werden. Ich muss allerdings sagen, natürlich gibt es Moab zur Zeit des Neuen Testamentes nicht mehr. Ähnlich wie viele andere kanaanitische Völker. Und dennoch wird hier beschrieben, wie sie beim Auftreten dieses großen Königs erobert und vernichtend geschlagen werden. Wie sie nicht mehr bestehen werden. Das zeigt mir einen ganz wichtigen Aspekt, den Gott in der Bibel immer wieder macht. Mächte, die in dieser Welt eine große Bedeutung haben, werden nicht ewig bestehen. Auch die mit ihnen verbundene Bosheit wird nicht für immer bestehen, sondern sie ist endlich. In unserem Text im vierten Buch Mose verwendet Gott diese Völker in der Prophezeiung, weil sie zu diesem Zeitpunkt für das stehen, was Gott ablehnt und zeigt auch, wie endlich deren Macht ist. Die Aussage dahinter ist klar. Mit dem Auftreten von Jesus verschwinden diese bestehenden großen Mächte und verschwindet auch das, was sie Menschen Böses getan haben. Das macht mir persönlich Mut, denn auch heute entdecke ich, wie staatliche Mächte ihre Position nutzen können, um Menschen Leid zuzufügen, um ihnen Gewalt anzutun, um Ungerechtigkeit zu üben. Die Bibel macht klar, Ungerechtigkeit wird nicht das letzte Wort haben, sondern Gott. Wenn Jesus auftreten wird, wenn er als Stern aus Jakob mit einem mächtigen Zepter sich zeigt, dann kann nichts mehr Böses vor ihm bestehen. Diese Boshaftigkeit ist endlich. Das ändert natürlich nichts daran, dass durch solche Mächte viel Böses geschieht und Schaden angerichtet wird. Mich tröstet aber, dass Gott eines Tages Gerechtigkeit schaffen wird, dass er dem bösen Tun von bösen Menschen ein Ende machen wird und dass er eine Welt schaffen wird, in der es nur noch Gutes gibt und Menschen liebevoll miteinander umgehen und mit Gott Gemeinschaft haben dürfen. Auch wenn Biliams Versuche, das Volk zu verfluchen, fehlschlagen, so begibt sich das Volk selbst auf Abwege und sie beten den Baal Peor an. Wie es dazu kam und was für Konsequenzen das für das Volk hatte, das hört ihr in der nächsten Folge von Bible Now. Außerdem wird das Volk erneut gezählt. Warum diese Zählung nötig war, das hört ihr auch in der nächsten Folge. Wenn ihr möchtet, dann könnt ihr diesen Podcast gern abonnieren. Dann verpasst ihr nämlich keine neue Folge. Das geht in allen Podcast-Apps, zum Beispiel bei Spotify, Apple Podcasts oder auch anderen Plattformen. Wenn ihr möchtet, könnt ihr diesen Podcast auch gern bewerten, zum Beispiel auf Spotify oder auf Apple Podcasts. Und wenn ihr möchtet, dann schickt mir doch gern ein Feedback an kontakt.biblenow.de oder nutzt das Kontaktformular auf bibllenow.de oder als Alternative könnt ihr natürlich auch auf Spotify einen Kommentar hinterlassen. Und wenn ihr möchtet, dann folgt auch gern dem WhatsApp-Kanal von BibleNow. Den Kanallink findet ihr auf www.biblenow.de. Das war BibleNow für heute. Ich habe mich gefreut, dass ihr dabei wart. Wir hören uns das nächste Mal wieder. Bis dahin, Gottes Segen euch. Macht's gut. Ciao. Das war BibleNow, die Bibel und du. Jede Woche neu auf BibleNow.de. Du willst etwas zur Sendung sagen? Schreibe deinen Kommentar auf unsere Website oder auf Facebook. Wir hören uns nächste Woche. Bis dahin wünschen wir dir Gottes Segen.

Feedback geben

Dir gefällt der Podcast und Du möchtest das mal loswerden? Du hast Tipps für neue Themen oder magst über den Inhalt bestimmter Folgen diskutieren? Dann wähle im Formular die jeweilige Episode aus und schreib uns eine Nachricht. Vielen Dank für Dein Feedback!

Mit einem Klick auf "Nachricht absenden" erklärst Du Dich damit einverstanden, dass wir Deine Daten zum Zwecke der Beantwortung Deiner Anfrage verarbeiten dürfen. Die Verarbeitung und der Versand Deiner Anfrage an uns erfolgt über den Server unseres Podcast-Hosters LetsCast.fm. Eine Weitergabe an Dritte findet nicht statt. Hier kannst Du die Datenschutzerklärung & Widerrufshinweise einsehen.

★★★★★

Gefällt Dir die Show?
Bewerte sie jetzt auf Apple Podcasts